Patrycja Filipiak

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5 Anzeichen dafür, dass das Frostschutzmittel in der Anlage dringend ausgetauscht werden muss – ein praktischer Leitfaden für Installateure und die Industrie

Frostschutzmittel – Propylenglykol, Ethylenglykol, Salzlösungen oder Kaliumformiatlösungen – spielen eine wichtige Rolle für die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit von Heizungs-, Kühlungs-, HVAC-, Geothermie- und Solaranlagen. Mit der Zeit verliert das Medium jedoch seine schützenden Eigenschaften, was zu Korrosion, Ablagerungen, Leistungsabfall und Ausfallrisiken führt.

Wenn Sie besser verstehen möchten, warum die Qualität der Flüssigkeit einen so großen Einfluss auf die Lebensdauer der Anlage hat, empfehlen wir Ihnen auch den Artikel:

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Im Folgenden stellen wir Ihnen 5 wichtige Anzeichen vor, die eindeutig darauf hinweisen, dass die Flüssigkeit in der Anlage sofort ausgetauscht werden muss.

1. Verunreinigungen, Ablagerungen und Korrosionsspuren

Das auffälligste und am einfachsten zu bewertende Signal.

Beunruhigende Symptome:

  • Trübung, Verdunkelung, Ausfällungen,
  • braune oder schwarze Farbe der Flüssigkeit,
  • schwimmende Korrosionsprodukte.

Die Ablagerungen wirken wie Schleifmittel und zerstören Pumpen, Ventile und Wärmetauscher. Wenn Rost im System auftritt, bedeutet dies, dass die in Flüssigkeiten wie FACTORY, GEOTHERMAL oder SUPERCOOL enthaltenen Inhibitoren (z. B. AQUACORR) ihre Wirkung verloren haben.

2. Rückgang der Anlagenleistung und Anstieg des Energieverbrauchs

Die Verschlechterung des Mediums wirkt sich unmittelbar auf die Arbeit des Systems aus.

Auswirkungen in der Praxis:

  • schlechterer Wärmeaustausch,
  • überlastete Pumpen,
  • längere Aufheiz-/Abkühlzeiten,
  • sogar ein Anstieg der Betriebskosten um mehrere Prozent.

Bereits 1 mm Ablagerungen auf dem Wärmetauscher können die Effizienz um ca. 10 % verringern. Das sind reale Verluste in Industrieanlagen und großflächigen Anlagen.

3. Verschlechterung der physikalisch-chemischen Parameter

Nicht alle Probleme sind mit bloßem Auge erkennbar, daher sind Flüssigkeitsuntersuchungen von entscheidender Bedeutung.

Auswirkungen in der Praxis:

  • pH-Wert,
  • Konzentration und Erstarrungstemperatur,
  • Wassergehalt, Dichte und Farbe, Vorhandensein von Korrosionsmetallen.

Regelmäßige Untersuchungen ermöglichen es, Probleme zu erkennen, bevor es zu Schäden an der Pumpe, dem Wärmetauscher oder der Rohrleitung kommt. Für eine schnelle Kontrolle vor Ort empfiehlt sich die Verwendung eines Refraktometers.

4. Leckage oder Undichtigkeit der Anlage

Eine Undichtigkeit kann auf Folgendes hinweisen:

  • chemische Reaktion zwischen Flüssigkeiten,
  • Bildung von Ablagerungen,
  • die Teile des Systems blockieren,
  • Abbau des Inhibitors.

Es ist besonders wichtig, ob die Anlage mit einer giftigen (MEG) oder einer unbedenklichen (MPG) Flüssigkeit betrieben wird. In Systemen, die mit dem Benutzer in Kontakt kommen können, wird ausschließlich Propylenglykol empfohlen.

Moderne Flüssigkeiten wie FACTORY GLY, FACTORY EKO D oder SUPERCOOL enthalten einen fluoreszierenden Lecksucher, der unter UV-Licht sichtbar ist.

5. Verdacht, dass es sich um regeneriertes Öl handelt

Regenerate sind die häufigste Ursache für beschleunigte Korrosion in Anlagen.

Warum stellen sie eine Gefahr dar?

  • unbekannte Zusammensetzung und instabile Eigenschaften,
  • kein vollständiges Inhibitorpaket,
  • schnelle Bildung von Ablagerungen,
  • sehr kurze Lebensdauer des Mediums.

Der niedrige Preis von Regenerat ist eine scheinbare Ersparnis – in der Praxis führt er zu Ausfallzeiten und der Notwendigkeit, die Anlage zu reinigen.

Fallstudie – reale Situation aus einem Industriebetrieb

Objekt: Lagerhalle 6500 m²
Problem: Leistungsabfall der Heizgeräte, Anstieg des Energieverbrauchs

Bei der Wartung wurde Folgendes festgestellt:

  • verschmutzte, braune Flüssigkeit,
  • niedriger pH-Wert und Verlust der Wirkung von Inhibitoren,
  • Ablagerungen auf den Wärmetauschern,
  • zu niedrige Glykolkonzentration (Verdünnung durch Nachfüllen).

Untersuchungen haben ergeben, dass dem System ein Regenerationsmittel zugesetzt wurde, das die Eigenschaften der ursprünglichen Flüssigkeit deaktiviert hat. Die entstandenen Ablagerungen erhöhten den Strömungswiderstand, wodurch die Pumpe mit erhöhter Leistungsaufnahme arbeitete.

Folgen: Notwendigkeit einer vollständigen Spülung der Anlage, Wartung der Pumpe und Austausch des gesamten Mediums – die Gesamtkosten überstiegen die „Einsparungen” durch die Verwendung einer billigen Flüssigkeit um ein Vielfaches.

Was tun, wenn die Flüssigkeit ausgetauscht werden muss?

1. Reinigen Sie die Anlage mit einem geeigneten Spülmittel.

2. Gebrauchte Flüssigkeit zur Entsorgung abgeben

3. Anlage mit zertifizierter Flüssigkeit befüllen

Die Auswahl hängt vom System ab:

  • Propylenglykol – HVAC, CO, Lebensmittelindustrie, Anlagen mit Kontakt zum Benutzer
  • Ethylenglykol – große Kälteanlagen
  • SUPERCOOL (Kaliumformiat) – hocheffiziente Industriesysteme
  • Sole – Geothermie und Kältetechnik

Die Konzentrate dürfen ausschließlich mit demineralisiertem Wasser verdünnt werden.

Zusammenfassung

Wenn die Anlage Ablagerungen, Korrosion, Leistungsabfall, Parameteränderungen, Leckagen aufweist oder die Gefahr der Verwendung von Regenerat besteht, muss die Frostschutzflüssigkeit sofort ausgetauscht werden.

Dies ist der einfachste und kostengünstigste Weg, um Ausfälle zu vermeiden, die Leistung aufrechtzuerhalten und die Betriebskosten zu minimieren, insbesondere in Industrie- und HLK-Anlagen.

Möchten Sie die richtige Flüssigkeit für Ihre Industrie- oder Wartungsanlage auswählen?
Schreiben Sie uns – wir beraten Sie gerne!
Glosariusz

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